
Was vor neun Jahren als persönliches Abenteuer begann, ist heute ein fester Bestandteil unserer Zusammenarbeit: unser Standort in Cluj. Damals packte unser heutiger Standortleiter, Pascal Furrer, seine Koffer für ein eigentlich nur zweijähriges Projekt. Neun Jahre später ist Cluj nicht mehr nur ein Arbeitsort, sondern Heimat und ein wichtiger Teil unseres Unternehmenserfolgs. „Die Entscheidung war eher Zufall als Ziel“, erinnert er sich. Doch genau dieser Schritt hat den Grundstein für eine enge und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Rumänien gelegt. Die Sorge vor einem Kulturschock war unbegründet. Im Gegenteil: „Die offenere Art und das herzlichere Willkommen haben mich überrascht“, so das Fazit der ersten Wochen. Besonders erstaunlich: Die hohe Verbreitung der deutschen Sprache in Cluj, dank deutschsprachiger Schulen und Universitäten. Die grösste Hürde war nicht die Sprache oder die Menschen, sondern schlichtweg die Orientierung in einer neuen Stadt.
Cluj ist unser zentraler Entwicklungsstandort innerhalb der INGTES AG. Hier arbeitet ein Teil unseres Teams eng mit den Kolleginnen und Kollegen in der Schweiz zusammen, insbesondere an der Weiterentwicklung von SUCCESS. Die standortübergreifende Zusammenarbeit ist über die Jahre gewachsen und heute ein fester Bestandteil unserer Organisation und Arbeitsweise.
In einem offenen Gespräch zog er Bilanz über fast ein Jahrzehnt Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Rumänien. Die Erkenntnisse sind spannender als jedes Klischee über „Offshoring“:
Warum Cluj? Die Antwort liegt in der Kombination aus Geschwindigkeit und Talent. Der Standort ermöglicht es uns, schnell qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen und Teams gezielt auszubauen. Der rumänische IT Markt ist stark projektorientiert und schafft dadurch eine hohe Dynamik in der Teamzusammenstellung. Während wir in der Schweiz mit unserer fachlichen Tiefe und langjährigen Erfahrung die Basis legen, bringt das Team in Cluj eine hohe Anpassungsfähigkeit und Geschwindigkeit in die Umsetzung ein. Es geht dabei vor allem um die Fähigkeit, sich rasch auf neue Situationen einzustellen und Verantwortung im jeweiligen Kontext zu übernehmen. Diese unterschiedlichen Eigenschaften greifen ineinander und ergänzen sich ideal.
Unsere Kolleginnen und Kollegen in Cluj unterstützen uns gezielt in der Produktentwicklung von SUCCESS und bringen dabei ihre Stärken und Erfahrungen ein. Die Zusammenarbeit ist geprägt von einem offenen Austausch und unterschiedlichen Herangehensweisen, die im Arbeitsalltag sinnvoll zusammenwirken.
Die Zusammenarbeit zwischen beiden Standorten ist geprägt von gegenseitigem Vertrauen und einem gemeinsamen Verständnis für Qualität.
So entsteht aus Schweizer Gründlichkeit und rumänischer Anpassungsfähigkeit eine Zusammenarbeit, die unsere Produktentwicklung langfristig fördert und unseren Lösungen die nötige Robustheit verleiht.
Der grösste Überraschungseffekt? Die kulturelle Nähe. Beide Länder sind ähnlich geprägt, und die mentale Distanz ist geringer als oft vermutet. Die wahre Herausforderung liegt nicht in der Kultur, sondern im Fachwissen: Warum ist ein steuerlicher Ablauf in der Schweiz so und nicht anders? Oder warum Gebäudeversicherungen je nach Kanton unterschiedlich organisiert sind, während sie in Rumänien zentral und privatwirtschaftlich geregelt sind? Gesetze sind historisch gewachsen und wirken für Aussenstehende oft kryptisch. Genau hier schaffen tägliche Scrum-Zyklen, intensive Videocalls und ein stetiger Austausch den notwendigen Kontext, um diese Lücke zu schliessen.
Doch wo sich unterschiedliche Anforderungen zeigen, entstehen gleichzeitig neue Möglichkeiten. Sprachliche Gegebenheiten werden dabei bewusst in der Rollenverteilung berücksichtigt. Rollen mit starkem Kundenkontakt bleiben nah am Markt in der Schweiz verankert, während andere Rollen gezielt international aufgebaut werden. So schaffen wir eine Struktur, die sowohl Kundennähe als auch Effizienz in der Umsetzung optimal verbindet.
Cluj ist für uns längst mehr als ein reiner Kapazitätsausgleich. Der Standort gibt uns die Möglichkeit, auf einen starken IT Talentpool zuzugreifen und bei Bedarf schnell neue Teams aufzubauen.
Gleichzeitig liegt der Fokus darauf, Fachknow how gezielt weiterzugeben und die Zusammenarbeit zwischen den Standorten kontinuierlich zu vertiefen. So entsteht Schritt für Schritt ein gemeinsames Verständnis, das sowohl die technische Umsetzung als auch die fachliche Qualität stärkt.
Es ist kein Einbahnstrassen-Verhältnis. Im Gegenteil: „Cluj-Teams zeigen oft eine hohe gegenseitige Unterstützung und weniger Silodenken.“ Die unterschiedlichen Marktbedingungen bieten wertvolle Lernfelder: Während in Cluj eine hohe Dynamik und Flexibilität gelebt wird, bringt die Schweiz Stabilität und Kontinuität in Projekte ein.
Erfolgreiche Zusammenarbeit funktioniert nicht durch Tools allein, sondern durch Menschen, die bereit sind, nachzufragen, zuzuhören und voneinander zu lernen. Ob in der Schweiz oder in Rumänien, wir ziehen am gleichen Strang.
Ein grosser Dank an das gesamte Team in Cluj für euren unermüdlichen Einsatz und euren wichtigen Beitrag zu unserer gemeinsamen Produktentwicklung!👏










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